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SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD |
Erfahrung schon seit
1987
Für Mitglieder
gesetzlicher Kostenträger
bieten wir auf der Grundlage des § 40 bzw. 111 SGB V
Rehabilitationsbehandlungen
an und für
Patienten mit privater Krankenkasse werden Krankenhausbehandlungen
gemäß OPS 8-918 durchgeführt. Die Klinik ist auch beihilfefähig.
KNIESCHMERZEN
Knieschmerzen können vielerlei Ursachen haben.
1) Knieschmerzen mit neurologischer Ursache
Neuropath ia patel lae
Dabei handelt es sich um eine Kompression (= Einengung) des
Ramus infrapatellaris des Nervus saphenus beim Durchtritt durch die Faszie (=
bindegewebige Hülle eines Muskels).
Die Schmerzen treten unterhalb der Kniescheibe auf.
Howshi p-Romberg-Syndrom
Hier handelt es sich um eine Reizung/Störung des Nervus obturatorius (=
Nerv an der Innenseite des Oberschenkels). Die Knieschmerzen sind an der Innenseite des
Knies lokalisiert.
2) Knieschmerzen orthopädisch-rheumatologischer Ursache
Eine Ursache für Knieschmerzen ist die Meniskopathie (= vorzeitige Degeneration der Gelen kzwischenscheibe), hervorgerufen durch eine Verletzung, aber auch durch Alterungsvorgänge.
Häufig ist für Knieschmerzen die Patella (Kniescheibe) ursächlich. Sie artikuliert (= eine gelenkige Verbindung herstellen) im Kn iegelenk mit dem distalen Femur (= unterer Teil des Oberschenkelknochens). Folgende Störungen können zu Knieschmerzen führen:
Chondropa thia patel lae (= Knorpelerweichung hinter der Kniescheibe)
Patellaluxation (= Kniescheibenverrenkung)
Tanzende Patella bei Kniegelenkerguß (= krankhafte Flüssigkeitsansammlung im Gelen k)
Osteopathia patel lae (Patellaspitzennekrose (= Absterben von Knorpelgewebe))
Aufgrund des komplizierten Kapselbandapparates ist das Kn iegelenk besonders anfällig für Verletzungen und damit für chronische Knieschmerzen, häufig bei sportlichen Aktivitäten.
Die häufigste Ursache
für chronische Knieschmerzen ist aber eine Arthrose, eine vorwiegend degenerative
(= abnutzungsbedingte)
Gelen kerkrankung, die (mit großen Schwankungen) erst mit zunehmendem
Alter auftritt.
Bei der sog. Ar throsis def ormans (Ar thropathia defor mans) bestehen schmerzhafte, zunehmend funktionsbehindernde
Gelenkveränderungen infolge eines Mißverhältnisses von Tragfähigkeit und
Belastungen.
Betroffen sind vor allem das Hüft- und Kn iegelenk
(Coxart hrose
und Gonart hrose). Bei einer ausgeprägteren Schmerzhaftigkeit spricht
man dann von einer Coxa lgie
bzw. Gonalg ie.
Die Ausbildung einer Arth rose und der damit verbundenen Knieschmerzen kann durch mehrere Faktoren
begünstigt werden. So z.B. Überlastungen ( z.B. beim Fliesenleger),
Vorschädigungen infolge eines Unfalls oder auch eigenständige Gelen ksentzündungen (Arthrit is).
Relativ häufig sind Knieschmerzen nach Sportverletzungen, meist infolge einer Schädigung
der Gelenkzwischenscheibe (Meniskus). Darüber
hinaus können auch permanente Fehlbelastungen z.B. bei Fehlstellung der Beine
(X- oder O-Beine) zu einer Kniegelen ksarthrose führen. Zur Prävention (=
Vorbeugung)
einer Kniegelen ksarthrose
sollten deshalb präarthrotische
(= einer Ar throse
vorausgehenden,
eine Ar throse
begünstigende)
Deformitäten (=
Fehlbildungen)
beseitigt werden.
Eher selten können auch Tumore zu
Knieschmerzen führen, meist gehen diese von der Innenhaut der Gelenkkapsel
(Membrana synovialis) oder von der Gelenkkapsel selbst aus. An gutartigen
Tumoren kommen vor: Lipome (=
Fettgewebsgeschwulste), Fibrome
(= Bindegewebsgeschwulste)
oder Hämangiome (= Wucherungen von
Blutgefäßen). Bösartig ist das
maligne Synovialom.
Zu Knieschmerzen kommt es auch bei
einer Gelen kentzündung (Gonarthrit is) infolge einer
Systemerkrankung. I.d.R. sind dann aber mehrere Gelen ke betroffen. Als Ursache
dominieren rheumatische bzw. rheumatoide
(= rheumaähnliche)
Prozesse.
Im Jugendalter können Gelen k- bzw. Knieschmerzen im Rahmen einer
systemischen juvenilen chronischen Arthrit is (Still Syndrom) auftreten,
eine meist symmetrisch verteilte Polyarthrit is
(= En tzündung in mehreren
Gelen ken).
Begleitende Krankheitszeichen sind Fieber, Milz- und Lebervergrößerung sowie
Lymphknotenschwellungen.
Bei oder nach Infektionskrankheiten (z.B. Masern,
Mumps, Röteln, Windpocken) kann es ebenfalls zu Gelen k- bzw. Knieschmerzen
kommen, sog. parainfektiöse reaktive Arthritiden.
Behandlung der
Knieschmerzen:
Grundsätzlich gilt, daß durch eine geeignete Diagnostik
(= Maßnahmen zur Erkennung von Krankheiten)
versucht werden muß, eine für die geklagten Schmerzen ursächliche, spezifische
Erkrankung zu entdecken. Gelingt dies, so muß diese zunächst kausal
(= entsprechend der Krankheitsursache)
behandelt werden.
Dazu Beispiele: Werden die Knieschmerzen durch eine
Einklemmung des Meniskus (= Gelen kzwischenscheibe) verursacht,
oft mit einer Bewegungssperre einhergehend, so hilft meist nur ein operativer
Eingriff in Form einer Kniespiegelung. Sind die Knieschmerzen Folge eines
bereits weitgehend zerstörten Gelenkes, so kommt eigentlich nur die operative
Einpflanzung einer sog. Endoprothese in Frage.
Bei rheumatisch bedingten Knieschmerzen überläßt der Schmerztherapeut die medikamentös/ systemische
Grundbehandlung dem erfahrenen Rheumatologen.
Verbleiben nach einer
krankheitsspezifischen Behandlung dennoch Knieschmerzen, so eignen sich zur
Behandlung folgende Maßnahmen, wobei auch Knieschmerzen praktisch immer eine
Kombination von verschiedenen Therapieverfahren erfordern:
Medikamentöse Behandlung
der Knieschmerzen:
Akut und
subakut können bei Knieschmerzen in der Hüfte zunächst (vorwiegend)
peripher wirkende Analgetika
(= Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken)
eingesetzt werden, insbesondere sog. nicht steroidale Antirheumatika (=
Rheumamittel),
aus dieser Gruppe möglichst lang wirkende und magenschonende wie z.B. Mobec®).
Besonders magenschonend und ebenfalls entzündungshemmend sind die sog. COX-2
Inhibitoren, z.B. Parecoxib (Dynastat®)
oder Etoricoxib (Arcoxia®). Bei stärkeren
schmerzhaften Muskelverspannungen können darüber hinaus auch Muskelrelaxanzien
(= Mittel zur Muskelentspannung) (z.B.
Norflex®, Mydocalm®) verordnet werden.
Manchmal sind aber chronische Knieschmerzen nur
mit zentralwirkenden Analgetika (z.B. Tramadol, Valoron N®)
(= im Gehirn bzw. Rückenmark wirkende
Schmerzmittel) beherrschbar.
Grundsätzlich sollte aber auch bei Knieschmerzen eine längerfristige
Schmerzmittelverordnung wegen der Gefahr der Gewöhnung oder gar Abhängigkeit
vermieden werden.
Die Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva
(= Mittel gegen Depression, aber auch
bei chronischen Knieschmerzen wirksam) (z.B.
Doxepin, Maprotilin) hilft in vielen Fällen Schmerzmittel einzusparen.
Therapeutische
Lokalanästhesie
(=
Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel)
bei Knieschmerzen:
Bei anhaltenden Knieschmerzen sollten rechtzeitig alternative Methoden eingesetzt werden. Eine sehr
wirksame Alternative, ohne jedes Gewöhnungs- oder Suchtpotential, ist die
therapeutische Lokalanästhesie mit einem lang wirkenden örtlichen
Betäubungsmittel (z.B. Bupivacain) in Form von örtlichen Betäubungen und
Nervenblockaden. Dabei wird das schmerzhafte Kn iegelenk
wiederholt (stationär
bei uns zwei mal täglich) großzügig perikapsulär
(= um die Gelenkkapsel herum)
infiltriert. Das Kn iegelenk
kann auch mit "Zeel" umspritzt werden, was
manchen Patienten mit "homöopathischer" Grundeinstellung sehr entgegen kommt.
Als nächst höhere Therapiestufe kommen wiederholte Blockaden
(= Betäubungen)
des vorderen Oberschenkelnervs (N. femoralis) in Frage, in hartnäckigen
Fällen auch kontinuierlich mit Katheter*.
Grundsätzlich wird das
Lokalanästhetikum (= örtliche
Betäubungsmittel) jeweils so verdünnt
verabreicht, daß nur die Sensibilität
(= u.a. Schmerzempfindung) betroffen
ist, die Motorik (= Muskelfunktion)
aber erhalten bleibt und damit begleitend intensive, gelenkfunktionserhaltende
sowie funktionsfördernde krankengymnastische Übungsbehandlungen möglich sind,
bzw. bei stärkeren Schmerzen durch Hemmung der Nozizeption
(= Schmerzreizleitung)
erst möglich werden.
Nervenblockaden haben darüber hinaus einen sehr günstigen
Nebeneffekt. Durch die gleichzeitige Blockade vegetativer Nervenfaseranteile
kommt es im korrespondierenden Gewebebereich zu einer sehr deutlichen
Mehrdurchblutung, die jedem entzündlich/ degenerativen Prozeß
nachhaltig entgegenwirkt. In diesem Sinne ist diese Behandlung nicht nur
symptomatisch (= nicht nur auf den
Schmerz gerichtet), sondern auch kurativ (= heilend).
*
Bei der sog. kontinuierlichen Blockade mit Katheter wird der dünne
Kunststoffschlauch vorübergehend (z.B. 10-14 Tage lang) dicht an Nervengeflechte bzw. den betroffenen Nerven
eingepflanzt. Die Einpflanzung erfolgt durch eine handelsübliche Kanüle
hindurch, es muß also nicht „aufgeschnitten“ werden. In der Folge wird über
diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen
Dosis, das örtliche Betäubungsmittel völlig schmerzlos nachgespritzt.
In
bestimmten Fällen kann zur Verabreichung des örtlichen Betäubungsmittel durch
den Katheter hindurch auch eine kleine Pumpe angeschlossen werden.
Physikalische Therapie
bei chronischen Knieschmerzen:
Auch eine Elektrostimulation kann bei Knieschmerzen eine Beschwerdelinderung
herbeiführen. Die transkutane Nervenstimulation mit
Niederfrequenzgenerator (TENS) hat den Vorteil, daß sich die Patienten
bei Bedarf selbst behandeln können. Die Elektroden werden paarig über dem Gelen k
aufgeklebt. Durch Veränderung der Stimulationsfrequenz und der Elektrodengröße
kann die Wirkung optimiert werden.
Eine weitere physikalische
Behandlungsmöglichkeit ist die oberflächliche Kältetherapie im
Schmerzbereich. Wir verwenden einen elektrischen Kaltluftgenerator, dessen
Luftstrom auf ca. -10 bis -15 Grad C abgekühlt ist. Manche Patienten mit
Knieschmerzen empfinden allerdings lokale Wärmeapplikationen (Rotlicht)
als besser wirksam. Warme Bäder können ebenfalls Knieschmerzen lindern.
Die
Verordnung von gewöhnlichen Massagen ist auch bei Knieschmerzen
nicht sinnvoll. Für den Patient
mag diese Behandlung zwar angenehm sein, aber unter schmerztherapeutischem
Aspekt bringt sie nichts und führt nur zu unnötigen Kosten.
Nahezu
unverzichtbar ist aber bei Knieschmerzen die heilgymnastische Therapie, da
meist nur diese geeignet ist, Gelenkfunktionen zu fördern bzw. zu erhalten.
Andere Therapiemaßnahmen
bei Knieschmerzen:
Der
Vollständigkeit halber darf die Akupunktur zur Behandlung chronischer Knieschmerzen nicht unerwähnt bleiben. Auch eine Magnetfeldtherapie
kann hilfreich sein.
Hypnoide
(= bewußtseinsverändernde) Verfahren wie
autogenes Training oder
progressive Relaxation nach Jakobson sind im Rahmen der
psychologischen
Schmerztherapie eine sinnvolle Ergänzung der
Gesamtstrategie. Bei Knieschmerzen ist auch eine
Schmerzbewältigung sinnvoll.
Viele gute Gründe sprechen für eine stationäre Behandlung in der SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD, so z.B.:
Teilweise übernehmen auch Rentenversicherungen und Berufsgenossenschaften die Kosten. Zu weiteren Informationen (Behandlungsformen, Beantragung der Kostenübernahme bei den verschiedenen Kostenträgern, Schmerzambulanz usw.) gelangen Sie hier: http://www.schmerz.com/konzept-und-kostentraeger (einfach anklicken).
Wenn Sie weitere Fragen haben, schicken Sie uns einfach ein kurzes Mail: schmerz@schmerz.com. Wir antworten prompt.
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Wochenende!
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* Fax: +49 (0)
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Sie wollen mit einem erfahrenen Schmerzarzt sprechen? Kein Problem, einfach jeweils an einem Mittwoch zwischen 13.00 und 14 Uhr oder Donnerstag zwischen 13.00 und 15.00 Uhr die Tel.-Nr. 07931-5450 anwählen (keine extra Gebühren).
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Aktualisiert:>22.09.2008</>
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